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Feuerzeichen am Himmel

Als am Sonntag ein kleiner Rauchstreifen in den Berghängen über Muizenberg nach oben schwebte, da dachte sich wohl kaum jemand etwas dabei. Sieht man das doch in Kapstadt und Umgebung, und vor allem in dieser Jahreszeit, des Öfteren.

Die letzten Wochen waren geprägt durch eine schweißtreibende Hitze, am Dienstag wurde Kapstadt sogar als heißeste Stadt der Welt benannt, mit einer Temperatur die als Jahrhundertrekord für Anfang März gilt. Die Gräser, Büsche und Bäume sind völlig ausgetrocknet. Hinzu kommt, dass wir in den letzten Wochen von einem hartnäckigen, starken Wind begleitet wurden, der kaum nachlassen wollte. Gerade bei diesen Hitzerekorden ist eine schöne Brise eigentlich Balsam für die Haut und Seele, doch wenn wir uns hätten entscheiden können, gerne hätten wir auf diesem Balsam verzichtet, um das zu verhindern, was uns die kommenden Stunden begleiten sollte.

Schon in den letzten Tagen hatten wir immer mal wieder kleinere oder größere Feuer gesehen, gerade auch auf unserer Strecke entlang der False Bay zur Arbeit nach Khayelitsha. Diese Flammen konnten aber immer wieder schnell unter Kontrolle gebracht, eingedämmt und gelöscht werden.Was hier am Wochenende nun als kleiner Rauchschwaden begann, dass sollte sich nun in kürzester Zeit zu etwas entwickeln, was unbegreiflich und unfassbar ist. Etwas, was bisher keiner von uns je gesehen hatte und wünschenswerterweise auch nicht ein zweites Mal erblicken muss.

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A little story about a day of a dog called Johnny Oskar Husky …

Ich bin ein kleiner Langschläfer und bequeme mich gerne erst aus dem Haus, wenn die Sonne schon hoch am Himmel steht. Zu meiner morgendlichen Routine gehört ein ausführliches Frühstück unter freiem Himmel. Hach, was für eine Luft, so klar, so frisch, eine Wonne für die Lunge. Heute bemerke ich erst, dass die Blätter unseres Apfelbaumes nun tatsächlich alle verschwunden sind und weiß, nun wird es bald Winter. So stelle ich mich innerlich darauf ein, mein Frühstück für eine Zeit wohl bald wieder drinnen, im warmen Haus einnehmen zu müssen.

Heute muss das Essen aber sehr schnell verschwinden, warten doch meine Freunde, alles keine Langschläfer, schon auf mich. Wir haben uns zum Spielen verabredet. Diese gemeinsamen Spiele sind eine Mischung aus Raufen und Rennen, Bellen und Schnüffeln und natürlich gehört da auch der Wettbewerb dazu, wer am besten das Revier markieren kann. Da bin ich wirklich gut drin.

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It´s a waste

Der Fokus bei Ukubona liegt drauf, die Dinge zu nutzen, die schon vorhanden sind. Wir versuchen so wenig wie möglich zu kaufen. Es werden Plastikflaschen, Metalldosen, Eierkartons und Plastiktüten gesammelt, in Supermärkten nach leeren Kartons und in einem Baumarkt nach Reststücken von Holz gefragt. Doch haben wir auch die Möglichkeit die fehlenden Dinge, wie zum Beispiel Verbindungsmittel (Kleber, Draht, Tape und ähnliches) oder auch Werkzeug (Scheren) zu kaufen. So entstehen die meisten Kunstwerke aus gesammelten Materialien, verarbeitet mit Hilfe von gekauften Mitteln.

Eines Tages, wir wollten mit den Kindern kleine Skulpturen bauen oder einfach nur neues aus altem entstehen lassen. Wir leerten einen Sack voll Plastikflaschen, Joghurtbechern, Tüten und vielem mehr aus. Dann gaben wir den Kindern Scheren, Kleber und Draht. Ein Junge kam zu mir und schaute mich aus seinen Kinderaugen vorwurfsvoll an. „That´s a waste“ sagte er, als ich ihm ein Stück Draht anbot. Warum wir das kaufen würden wollte er wissen. Wir sollten kein Geld ausgeben. Mein Inneres wechselte von Überraschung, Schock, Verwirrung zu Verständnis und Ehrfurcht. Das hatte ich nicht erwartet. Diese Aussage, der Vorwurf, der dabei in den Augen des Kindes lag, gleichzeitig mit der Frage, die ich darin auch zu erkennen meinte. Mir wurde bewusst wie verschwenderisch und gedankenlos wir doch im Alltag mit diesen Dingen umgehen. Gerade bei solchen Kleinigkeiten achten wir nicht darauf, warum wir es nun verwenden, ob wir auch eine günstigere Möglichkeit finden könnten, ob wir es überhaupt brauchen.

Als der Junge hörte, dass diese Dinge für ihn, für die Gruppe wären und sie alles verwenden dürfen, dass er einfach sein darf und sich kreativ ausleben kann, ohne darüber nachzudenken, was das wohl gekostet haben mag, da tauchte ein glückliches Lächeln auf seinen Lippen auf und er nahm das Stück Draht entgegen. Später saß er da und arbeitete voller Elan vor sich hin.

Mitten drin und dabei

Wenn wir zur großen Mittagspause auf das Schulgelände der Zenzeleni Schule fahren, dann ist es meistens sehr laut. Die Kinder rennen hin und her, spielen und lachen, streiten und versöhnen sich. Mittlerweile sind wir schon bekannt und werden herzlichst begrüßt. Die Kinder kommen und umarmen uns, schauen in den Kofferraum und wollen beim Tragen helfen, erkundigen sich, wie es uns geht oder wollen im Vorbeirennen einfach nur kurz Hallo sagen. Da ist es zweitrangig, wie der Tag innerlich angefangen hat, die Kinder schaffen es doch immer uns ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir in der zweiten Klasse einen Raum gefunden haben, den wir für Ukubona nutzen dürfen. Die Schule hat nur die notwendigsten Räume (die sieben Klassenzimmer, das Office, das Lehrerzimmer, eine kleine Bibliothek, einen kleinen völlig überfüllten Abstellraum und Toiletten), aber die zweite Klasse hat nur bis zur Mittagspause Schule und so wurde uns von Busi, der Klassenlehrerin, ihr Klassenzimmer zur Verfügung gestellt.

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