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A little story about a day of a dog called Johnny Oskar Husky …

Ich bin ein kleiner Langschläfer und bequeme mich gerne erst aus dem Haus, wenn die Sonne schon hoch am Himmel steht. Zu meiner morgendlichen Routine gehört ein ausführliches Frühstück unter freiem Himmel. Hach, was für eine Luft, so klar, so frisch, eine Wonne für die Lunge. Heute bemerke ich erst, dass die Blätter unseres Apfelbaumes nun tatsächlich alle verschwunden sind und weiß, nun wird es bald Winter. So stelle ich mich innerlich darauf ein, mein Frühstück für eine Zeit wohl bald wieder drinnen, im warmen Haus einnehmen zu müssen.

Heute muss das Essen aber sehr schnell verschwinden, warten doch meine Freunde, alles keine Langschläfer, schon auf mich. Wir haben uns zum Spielen verabredet. Diese gemeinsamen Spiele sind eine Mischung aus Raufen und Rennen, Bellen und Schnüffeln und natürlich gehört da auch der Wettbewerb dazu, wer am besten das Revier markieren kann. Da bin ich wirklich gut drin.

Nicht nur meine Hundefreunde, auch mein lieber Menschenfreund liegt mir sehr am Herzen. So geleite ich ihn etwas später am Tag, die Sonne brennt heiß auf mein Fell, zu einem schönen Spaziergang über das nahegelegene Feld.

Nach diesem Ausflug mache ich mich, zurück zuhause, erst einmal über die riesige Schale mit Wasser her, welche in kürzester Zeit ausgeschlabbert ist. Dabei spritzt es nur so um mich herum.

Nach ein wenig Ruhe kann ich das Abendessen, bei langsam untergehender Sonne und natürlich im Freien, solange es noch warm genug ist, genießen. Dabei fällt mir ein, ich darf nicht vergessen mein tägliches Training der Stimmbänder einzuhalten. Ich lasse die unterschiedlichsten Laute aus der Tiefe meiner Hundekehle entstehen. Was für ein Spaß.

Bald schon funkeln die Sterne am Himmel. Ich lege mich in mein Haus und falle in einen tiefen und festen Schlaf. Meine kleine Hundeseele kann nun auf ihren nächtlichen Ausflug gehen, hinaus in die frische Herbstluft, unter dem schönen Sternenhimmel schwebend das stille Land unter sich betrachtend.

Da, es ist mitten in der Nacht, was ist das? Irgendetwas hat mich aus dem Schlaf gerissen. Ich schrecke auf, irritiert von dem merkwürdigen Geräusch von draußen. Ich stecke meine Nase aus der Hütte, dann den ganzen Kopf. Natürlich bin ich neugierig und es gehört ja auch zu meiner Pflicht, ein bisschen Wache zu halten.  Da sehe ich ihn, meinen Menschenfreund, Tische und Stühle verrücken. Innerlich kann ich nur den Kopf schütteln, wieder einmal so eine verrückte Idee. Warum, das fragt ich nicht. Das ist vergebens. Aber natürlich geselle ich mich dazu und helfe. Mit der Leine fest an den großen Tisch gebunden stämme ich mich in das nasse Gras am Boden und ziehe und ziehe und ziehe. Ob das nun die ganze Nacht so weiter gehen wird...?